„Gloria et Miserere“ – Fulminanter Spannungsbogen barocker Chormusik mit Werken von Vivaldi und Zelenka

Das erst 1930 wiederentdeckte „Gloria“ (RV 589) von Antonio Vivaldi gilt zu Recht als Glanzvollstes unter den geistlichen Chorwerken des italienischen Meisters und wird nach seinen „Vier Jahreszeiten“ sicherlich am häufigsten aufgeführt. Komponiert für das von ihm betreute Mädchen-Orchester des venezianischen Waisenhauses "Ospedale della Pietà", sind die kunstvollen Chöre, besonders der Part "Et in terra pax", ein Ausweis für das hohe Niveau seiner Schützlinge. Dazu zeigen die Kompositionen den Wagemut dieses Komponisten, der mit ruhiger Hand musikalische Konventionen durchbricht und sie zugleich neu aufrichtet. Das Werk gilt als Vorlage für Bachs h-Moll-Messe.
Der Böhme Jan Dismas Zelenka ist Meister und Querkopf der Dresdner...




