Sind 30 Minuten zu kurz für eine Ausstellung? Natürlich! Aber Zeit genug, um ein paar Schlaglichter zu setzen und für Besucher die Gelegenheit, an einem Abend gleich mehrere der sechs parallel laufenden Ausstellungen kennenzulernen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bundeskunsthalle führen in einer individuellen „Speedführung“ durch eine der Ausstellungen und sprechen dabei vor allem über Aspekte, die die jeweiligen Arbeitsbereiche berühren. Nicht nur Ausstellungsleiterinnen, auch Fachleute aus Abteilungen wie Restaurierung, Marketing oder auch Transportwesen haben viel Interessantes zu berichten und erlauben gerne einen Blick hinter die Kulissen! 1914. DIE AVANTGARDEN IM KAMPF 19 Uhr: Heiter bis wolkig: Künstlerselbstbildnisse in...
Der erste Weltkrieg gilt als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. 70 Millionen Soldaten standen in Europa, Afrika, Asien und auf den Weltmeeren unter Waffen, 17 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Die prägenden Jahre von 1914 bis 1918 waren Endpunkt und Neubeginn zugleich. Mitten in den Auseinandersetzungen kämpften auch die Künstler, und die Ereignisse hinterließen in ihren Welten deutliche Spuren.
In der Ausstellung 1914. Die Avantgarden im Kampf werden eine Reihe von Bildnissen präsentiert, die Menschen in unterschiedlichen Stimmungen zeigen. Dabei spielen die Farbgestaltung und der Pinselstrich eine besondere Rolle. Sie helfen uns, Emotionen wie Freude, Anspannung oder innere Zurückgezogenheit nachzuempfinden und regen zudem zu...
Rund fünfzig Steinskulpturen von Studenten und Dozenten der Alanus Hochschule sind ab November im Bonner Bundesrechnungshof ausgestellt. Bei der heutigen Vernissage um 18.00 Uhr gibt Bildhauereiprofessor Andreas Kienlin nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Bundesrechnungshof, Professor Dieter Engels, eine Einführung zu den Werken. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von der Papa Tom’s Jazz GmbH.
Die Arbeiten sind während eines dreimonatigen Studienaufenthalts in Südnorwegen entstanden, der fester Bestandteil des Bildhauereistudiums an der Alanus Hochschule ist und jährlich im Frühjahr stattfindet. Dort können sich Studenten und Dozenten intensiv in die Arbeit mit dem Stein vertiefen, was im üblichen Studienalltag nicht...
Wie kaum eine andere deutsche Fotografin hat Barbara Klemm das Zeitgeschehen der letzten Jahrzehnte mit der Kamera begleitet. Ihre Aufnahmen zeigen Ereignisse von historischem Wert. Schlüsselbilder, die Wendepunkte und Epochen vergegenwärtigen. Für den Martin-Gropius-Bau entwickelt die renommierte Fotografin eine große retrospektive Werkschau. Arbeiten aus fünf Jahrzehnten stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie umfasst etwa 300 Exponate und stellt das gesamte Spektrum ihres Schaffens seit 1968 vor: politische Ereignisse, Studentenunruhen und Bürgerinitiativen, Szenen aus dem geteilten und aus dem wiedervereinigten Deutschland, Alltagsszenen und Straßensituationen aus allen Erdteilen, einfühlsame Portraits von Künstlern...
Fotografien von Volker Hinz, Thomas Hoepker, Robert Lebeck und Max Scheler
Einer der größten Verdienste von Bundeskanzler Willy Brandt war seine Ostpolitik, ausgerichtet auf Entspannung und Ausgleich. Dafür wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen.
Vier der bedeutendsten Vertreter des deutschen Bildjournalismus haben über Jahre hinweg im Auftrag des Stern Brandts Karriere von seiner Amtszeit als Regierender Bürgermeister von Berlin bis zum Ende seiner Kanzlerschaft mit der Kamera begleitet. Volker Hinz (*1947), Thomas Hoepker (*1936), Robert Lebeck (*1929) und Max Scheler (1928 bis 2003) haben nicht nur den Politiker und Staatsmann Brandt porträtiert, sondern immer wieder Blicke hinter die Kulissen geworfen und so auch Bilder des...
Monika Grzymala (*1970, lebt in Berlin) zählt mit ihren Raumzeichnungen und handgeschöpften Papierarbeiten zu den außergewöhnlichsten Positionen zeitgenössischer Zeichnung. Während sich die Linie in ihren großen Rauminstallationen mit Klebeband oder ähnlich linearen Materialien, wie 2013 in der Hamburger Kunsthalle oder 2010 im MoMA New York, von der Fläche emanzipiert und zu dynamischen Gebilden verbindet, gehen Linie und Fläche in ihren geschöpften Papierarbeiten eine untrennbare Verbindung ein. Die fragilen wie ephemeren Interventionen aus handgeschöpftem Papier oder Klebeband lösen Raumgrenzen auf und versetzen den Ort ihrer Bestimmung in einen poetischen Schwebezustand.
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