Videogepräch „Kein Platz ist illegal!“ zum Erhalt des Campingplatzes Immekeppel mit dem Initiator Alexander Meyen

Overath-Immekeppel, August 2026 - Mit der Aktion „Kein Platz ist illegal!“ setzen die Nutzerinnen und Nutzer des traditionsreichen Campingplatzes Immekeppel ein deutliches Zeichen für den Erhalt ihres seit über 60 Jahren bestehenden Campingplatzes an der Sülz. Die Initiative macht auf die drohende Schließung des Platzes aufmerksam und fordert Politik und Verwaltung auf, gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung zu suchen. Wir haben ein Gespräch mit dem Initiator der Aktion, Alexander Meyen geführt, um mehr über das warum, wann, wie und was wenn nicht, zu erfahren.
Der Campingplatz ist für viele Familien, Seniorinnen und Senioren sowie langjährige Pächter weit mehr als ein Freizeitort. Über Jahrzehnte hinweg ist hier eine lebendige Gemeinschaft entstanden. Viele Menschen verbinden mit dem Platz persönliche Erinnerungen, generationsübergreifende Begegnungen und ein enges Miteinander.
Hier noch ein Video, die Presse Informationen zur Aktion „Kein Platz ist illegal!“
und der Link zur Petition...
Gründe für die angeordnete Schließung
Nach Angaben der Stadt Overath basiert die Schließung des Campingplatzes auf mehreren rechtlichen und planungsrechtlichen Gründen:
- Keine Genehmigung: Der Campingplatz an der Sülz wurde historisch nie offiziell genehmigt und gilt nach heutiger Rechtslage als nicht genehmigungsfähig.
- Lage im Außenbereich: Das Gelände befindet sich im sogenannten Außenbereich, in dem eine dauerhafte Nutzung als Campingplatz nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich nicht zulässig ist.
- Landschafts- und Hochwasserschutz: Der Platz liegt sowohl in einem Landschaftsschutzgebiet als auch in einem gefährdeten Überschwemmungsgebiet, wodurch zusätzliche naturschutz- und wasserrechtliche Vorgaben zu beachten sind.
- Rechtslage der Stadt: Obwohl die Stadtverwaltung den Campingplatz über rund sechs Jahrzehnte geduldet hat, sieht sie sich heute an die geltende Rechtslage sowie an Entscheidungen und Vorgaben des Verwaltungsgerichts gebunden. Nach Darstellung der Verwaltung besteht deshalb kein rechtlicher Handlungsspielraum mehr, die Nutzung des Platzes weiterhin zu dulden.
Die Initiative „Kein Platz ist illegal!“ erkennt an, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen komplex sind. Gleichzeitig vertritt sie die Auffassung, dass nach einer jahrzehntelangen Duldung gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Eigentümerin nach tragfähigen und sozialverträglichen Lösungen gesucht werden sollte. Aus Sicht der Beteiligten verdient der Erhalt der gewachsenen Gemeinschaft ebenso Beachtung wie die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.
Mit dem Motto „Kein Platz ist illegal!“ möchten die Beteiligten den öffentlichen Dialog über die Zukunft des Campingplatzes anstoßen. Ziel der Protestaktion ist es nicht, geltendes Recht infrage zu stellen, sondern auf die menschlichen Folgen der Schließung aufmerksam zu machen und Möglichkeiten für eine einvernehmliche Lösung auszuloten.
Forderungen der Initiative:
- Erhalt des Campingplatzes Immekeppel, soweit rechtlich möglich.
- Prüfung alternativer oder planungsrechtlicher Lösungen.
- Offener Dialog zwischen Verwaltung, Politik, Eigentümerin und Betroffenen.
- Berücksichtigung der sozialen, historischen und kulturellen Bedeutung des Campingplatzes.
OpenPetition: Campingplatz Immekeppel am Sportplatz muss bleiben - Initiative zur Rettung des Campingplatzes Immekeppel
Terminhinweis:
Das Bürgerforum „Kein Platz ist illegal“ lädt ins Naturfreundehaus Köln Kalk ein!
Informationsabend zu den bedrohten Plätzen
Sonntag, 15. November 2026 um 18:00 Uhr
Naturfreundehaus Köln Kalk
Kapellenstrasse 9a
51103 Köln
Das Bürgerforum „Kein Platz ist illegal“ hat sich im Zusammenhang mit den drohenden Campingplatz Schließungen an der Sülz (Overath-Immekeppel), der Agger (Engelskirchen – Loope) und der Sieg (Hennef – Bulgenauel) im Juli 2026 gegründet.
Kontakt für Presseanfragen:
Initiative „Kein Platz ist illegal!“ Immekeppel/Overath – Alexander Meyen – 0174-8184647