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Hollywood 1945 - 1960 - Das goldene Zeitalter von Bernard of Hollywood

B of Hollywood Schauspielerin 50erJahreDie in focus Galerie – B. Arnold zeigt Fotografien, die das leuchtende Spannungsfeld zwischen Glamour, Alltagskultur und dem intensiven Blick hinter die Kulissen des postkriegszeitlichen Hollywood einfängt mit originalen Fotografien von Bernard of Hollywood (Bruno Bernhard), dessen Bildsprache bis heute ikonisch wirkt und der maßgeblich an der Durchdringung der Popkultur mit bildgewaltiger Selbstinszenierung beteiligt war. Nicht zufällig verhalf seine Arbeit Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe zu einem frühen, bahnbrechenden Zugang in eine filmische wie fotografische Selbstvermarktung – und er trug mit Leitlinien in seinem Lehrbuch maßgeblich zur Entwicklung der Pin-Up-Fotografie bei. Die Ausstellung würdigt diese Doppelrolle: Dokumentation des Studios als Produktionsort und Erzählung von Fantasie, Selbstverständnis und medialer Wirkung.

Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Originalabzüge von Bernard of Hollywood, ergänzt durch konzeptionell verknüpfte Arbeiten, die die enge Verflechtung von Ikone, Werbung und Popkultur sichtbar machen. Bernard of Hollywood arbeitete gezielt mit Licht, Schatten und einer präzisen Komposition, die das zeitgenössische Selbstverständnis von Schönheit, Erfolg und Weiblichkeit reflektiert – von der klaren Studioinszenierung bis zu intimen Momentaufnahmen vor der Kamera.

Die Ausstellung zeigt Stars jenseits der Leinwand: Ikonische Gesichter jener Jahre, die das öffentliche Bild prägten, wie Marilyn Monroe, Sophia Loren, Jayne Mansfield, Anita Ekberg, John Wayne, Yul Brynner oder Clark Gable. Bernards Fotografien der Stars, Pin-Ups und Models verweisen auf eine Ästhetik, die Werbung, Mode und Film miteinander verknüpfte. Seine Fotografien dienen auch der Dokumentation des goldenen Zeitalters Hollywoods, Fotografie als Medium der Traumproduktion, die zugleich als Beobachtungsgeschichte fungierte.

Bernard of Hollywood ist weltberühmt als einer der stilbildenden Fotografen der Glamourfotografie. Seine Arbeit ist eng mit Marilyn Monroe verbunden, der er zu einer frühen Filmreputation verhalf, die bis heute zum kollektiven Bildgedächtnis gehört. Gleichzeitig zählt sein Einfluss auf die Glamour- und Pin-Up-Fotografie zu einem bleibenden Erbe der Bildvermittlung und Ästhetik dieser Epoche, dem goldenen Zeitalter Hollywoods.

Die Ausstellung führt durch eine Reise von 1945 bis 1960, von der unmittelbaren Nachkriegszeit über die Höhe der Studioära bis hin zu den beginnenden gesellschaftlichen Umbrüchen. Hollywood war eine Kulturproduktion, die das kollektive Bild von Schönheit, Erfolg und Freiheit maßgeblich prägte. Die gezeigten Originalabzüge mit vielen Vintage-Prints von Bernard of Hollywood erhalten in der Ausstellung Raum, um sowohl als dokumentarische Zeugen als auch optische Fiktionen gelesen zu werden.

Hollywood – Das goldene Zeitalter 1945–1960
Bernard of Hollywood

Ausstellung bis 31. August 2026 nur nach Vereinbarung per Mail oder Telefon

in focus Galerie - B. Arnold
Hauptstraße 114
50996 Köln

www.infocusgalerie.com

Photo René Groebli Anja Maria Arnold und Burkhard Arnold 2022René Groebli (1927–2026) Mit René Groebli ist einer der großen Pioniere der Schweizer Fotografie von uns gegangen.
Er hatte sich vorgenommen, 100 Jahre alt zu werden. Die Einladungskarten zur Feier am 9. Oktober 2027 hatte er bereits an Freunde verschickt, allerdings mit dem Zusatz „Der Künstler ist vielleicht anwesend.“
Nun ist René doch schon am 05.05.2026 von uns gegangen ist. Sein Verlust hinterlässt eine schmerzliche Lücke nicht nur in der Welt der Fotografie, sondern auch in unseren Herzen. René war nicht nur ein Meister seines Fachs, sondern auch ein treuer Freund, dessen Gastfreundschaft und Lebensfreude uns stets beeindruckten. Bis zu seinen letzten Tagen blieb er aktiv und neugierig auf die Welt, die er mit seiner Kamera so eindrucksvoll einfing.
Der 1927 in Zürich geborene Fotograf prägte mit seiner unerschütterlichen Neugier, seinem Sinn für Bewegung und seiner poetischen Bildsprache Generationen von Bildschaffenden. Er verstarb im Alter von 98 Jahren. Er hinterlässt ein Werk, das weit über die Grenzen der Schweiz hinausstrahlt.
Groebli wurde in den 1950er-Jahren international bekannt, als er mit seinen Serien „Magie der Schiene“ (1949) und „Das Auge der Liebe“ (1954) neue Wege zwischen dokumentarischer Beobachtung und emotionaler Bildkomposition beschritt. In der „Magie der Schiene“ verband er technische Präzision und visuelle Dynamik zu einer Hommage an Geschwindigkeit, Dampf und Bewegung – eine fotografische Symphonie auf das Zeitalter der Eisenbahn. „Das Auge der Liebe“, eine intime Serie über seine frisch angetraute Ehefrau, zeigte hingegen die zarte, sinnliche Seite seines Schaffens und gilt bis heute als ein Schlüsselwerk der subjektiven Fotografie in Europa.
In den folgenden Jahrzehnten wandte sich Groebli verstärkt der Farbfotografie und experimentellen Bildgestaltung zu. Seine Serien „The Colour of Time“, „London“ oder „Variation“ zeugen von einem ungebrochenen Forschergeist – visuell gewagt, formal streng und doch immer von einer leisen Melancholie durchzogen. Dabei verstand er es, Licht nicht nur als Mittel, sondern als Thema selbst zu behandeln.
Bis ins hohe Alter blieb René Groebli ein Suchender, ein Perfektionist und zugleich ein humanistischer Beobachter. Er gehörte zu den letzten lebenden Vertretern jener Generation, die Fotografie als Kunstform neu definierte – jenseits von Reportage und Kommerz. Seine Arbeiten hängen heute in bedeutenden Museen und Sammlungen weltweit, und sein Einfluss ist in vielen jüngeren Schweizer Fotograf:innen spürbar.
René Groebli hat mit seiner Kamera nicht nur gesehen, sondern gefühlt. Sein Werk bleibt ein stilles Zeugnis davon, wie aus Licht und Zeit Poesie werden kann. Er wird uns weiterhin inspirieren und seine Bilder erzählen Geschichten von einer tiefen Verbindung zur Welt und zu den Menschen.
Als Freund und Künstler hat René unser Leben sehr bereichert. In stillem Gedenken verabschieden wir uns nun von einem außergewöhnlichen Menschen und Künstler.
Danke und Adieu, René

Info / Quelle Text: in focus Galerie - B. Arnold

Abbildung OBEN: B-of-Hollywood-Schauspielerin-50erJahre © estate Bernard of Hollywood; Courtesy in focus Galerie, B. Arnold, Köln
Abbildung unten: René Groebli, Anja Maria Arnold und Burkhard Arnold, 2022

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