04.- 20.09.2026 Ausstellung "SCHAM – Zwischen mir und der Welt" im bunker k101 Köln
Jeder kennt das unangenehme Gefühl von Peinlichkeit, das entsteht, wenn man verächtlichen Blicken Anderer schutzlos ausgeliefert ist. Man möchte vor Scham am liebsten im Erdboden versinken.
Scham ist universell und zugleich schwer zu fassen. Sie ist eng verbunden mit Vorstellungen von Sexualität, Moral, Identität und sozialen Normen. Was als beschämend gilt, unterliegt dem Zeitgeist und unterscheidet sich von Kultur zu Kultur. Scham kann sich auf den eigenen Körper beziehen, auf Herkunft, Begehren oder Versagen.
Sie ist individuell erlebbar oder kollektiv, etwa im Zusammenhang mit historischen oder politischen Verfehlungen. Und es gibt Fremdscham, wenn man sich für das Verhalten anderer Personen in Grund und Boden schämt.
Die mutige Französin Gisèle Pelicot, die Opfer vielfacher Vergewaltigungen wurde, forderte, dass die Scham die Seite wechseln müsse, und löste damit eine breite öffentliche Debatte aus.
Mit der Ausstellung „SCHAM – Zwischen mir und der Welt“ widmet sich derKunstverein 68elf e.V. diesem uralten und universellen Gefühl. Künstler und Kollektive der Kölner freien Szene und des BBK Bonn Rhein-Sieg nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven an und machen die Komplexität und Vielschichtigkeit von Scham sichtbar.
Die Arbeiten untersuchen mit verschiedenen künstlerischen Mitteln persönliche Erfahrungen ebenso wie gesellschaftliche Mechanismen, schaffen Raum zwischen Intimität und Öffentlichkeit.
Begleitend zur Ausstellung finden Veranstaltungen statt, die das Thema um literarische und performative Perspektiven erweitern: Am Samstag, den 12. September um 19 Uhr lesen Thomas Dahl aus IN HÖLLEN sowie agii gosse aus POISON (nicht jugendfrei). Am Samstag, den 19. September um 17 Uhr reagiert das Kollektiv kopróchoma mit einer Performance auf die Arbeiten im bunker_k101.
Beteiligte Künstler:
Zekiye Acar, Basem Pablo, Marleen Becker, Anna Bilman, Tanja Chimes, Gianni Düx, Anja Eichen, Patricia Falkenburg, Johannes Laurin Fischer, Sabina Flora, Jürgen Gäbler, Matsatso Gogichaishvili, agii gosse, Angelika Haak, Waltraud Hackenberg, Susanna Heider, Monika Heimann, Helmut Hergarten, Jörn Keseberg & Chris Karawidas, Paata Kokaia, Ute Küppersbusch, Rosa Langer, Doris Maile, Brigitte Maxrath-Enger, Brigitte Mekelburg, Georg Petermann, Christiane Rath, Caspar Reuter, Monika Rossmöller Schmidt, Ricarda Rommerscheidt, Su Rui, Jochen Schemm, Georg Schnitzler, Marina Skepner, Una Sörgel, Marie Spellerberg, Frauke Stärk, Christiane Stegat, Barbara Stewen, Cornelia Teiner, Axel Weishaupt, Tine Wille, Antje Winkler-Sueße, Worst Case, Ina Zeuch, Petra Zieriacks, zweiimdruck & Ingrid Bahß
Eröffnung: Freitag 4. September 2026 um 18 Uhr
Laufzeit: 4. bis 20. September 2026
Lesung: Samstag, 12. September 19 Uhr: nicht jugendfrei!
Thomas Dahl liest aus "In Höllen"
agii gosse liest aus "Poison"
Performance: Sa 19. September 17 Uhr:
kopróchoma kollektiv
Öffnungszeiten: Fr 17 - 20 Uhr, Sa/So 16 - 19 Uhr
Ein Ausstellungsprojekt des Kunstvereins 68elf e.v. - Gottesweg 102 - 50939 Köln - www.68elf.de
bunker_k101, Körnerstr. 101, 50823 Köln
Öffnungszeiten: Fr 17 – 20 Uhr, Sa/So 16 – 19 Uhr
Quelle: 68elf