"Syrien – Gegen das Vergessen" Finissage zur Ausstellung am 11. September im RJM

stadt Koeln LogoNoch bis Sonntag, 11. September 2022, läuft die Sonderausstellung "Syrien – Gegen das Vergessen" im Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM). Der syrische Kurator und Archäologe Jabbar Abdullah aus Köln, begibt sich auf die Spuren des kulturellen Gedächtnisses Syriens. Er zeigt zahlreiche historische, syrische Gegenstände, Kleidung und Architekturelemente im Dialog mit zeitgenössischen Positionen und syrischer Alltags- und Erinnerungskultur.

Das RJM möchte seine Türen noch weiter für unterschiedliche Communities in NRW öffnen, damit sie selbst ihre Geschichte und ihr Leben und alles, was sie beschäftigt, hier im Haus erzählen und gestalten können. Das RJM ist auch ihr Haus. Deswegen bin ich so froh, dass Jabbar Abdullah zu uns gekommen ist und seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht hat, hier im RJM Syrien einen Platz zu geben,

erklärt Nanette Snoep, Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museums. Ziel des Hauses sei es, die Arbeit mit lokalen Communities aus der Diaspora weiter auszubauen und die Museumsräume für eine gemeinsame Zusammenarbeit und gemeinsamen Austausch dauerhaft zu öffnen, damit die Vielfalt der Stadtgesellschaft tatsächlich im RJM widerspiegelt wird.

Durch die Ausstellung ist den Besucher*innen Syrien als Land nähergebracht worden. Es hat mich berührt zu sehen, dass die syrische Community so viel Interesse an der Ausstellung hatte. Auch syrische Kinder waren fasziniert von den Kinderspielen und dem Alltagsleben in Syrien. Es war spannend zu beobachten, wie bei den vielen Workshops mit Schüler*innen aus Köln das Interesse an Syrien durch Kalligrafie und Kinderspiele wachsen konnte. Für ein gemeinsames Zusammenleben und gegenseitiges Verständnis ist es wichtig, dass uns die Kunst und unsere Erinnerungen alle miteinander verbinden, stellt Jabbar Abdullah, Kurator der Ausstellung, fest.

Am Sonntag, 11. September 2022, lädt das Museum ab 14 Uhr zur Finissage ein. Die syrischen Gegenwartskünstler Athil Hamdan am Cello und Erzähler Bassam Dawood lassen die alte Erzähltradition ihrer Heimat wieder lebendig werden. Al-Hakawati ist eine sehr alte syrische Kunst des Geschichtenerzählens. Auf einem großen Holzstuhl sitzend, mit einem Stock in der rechten Hand und einem Fes (Tarbusch) auf dem Kopf bietet ein Hakawati in einem ausdrucksstarken Wechselspiel zwischen Lesen und freiem Vortrag – mit zuweilen dramatischer Tonlage – altbekannte Erzählungen dar. Mit dem Aufkommen von Medien nahm das Interesse an der al-Hakawati-Tradition in Syrien ab und findet heute als kulturelles Gedächtnis in der Diaspora zurück in die Gegenwart. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Sabine Wotzlaw

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