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„MEDEA 2.0“ im Orangerie Theater Köln: Alanus-Studierende holen den Mythos ins Heute

03 Szene  Medea 2.0Was bleibt vom Mythos der Medea, wenn man ihn ins 21. Jahrhundert überträgt? Die Studierenden des Studiengangs performART der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft aus Alfter bei Bonn gehen dieser Frage in ihrer neuen szenischen Arbeit „MEDEA 2.0“ nach. Am 11. und 12. April 2026 ist die Inszenierung im Orangerie Theater in Köln zu sehen.

Im Zentrum steht die Geschichte von Medea und Jason. Nachdem Jason sie für eine jüngere Frau verlässt, tötet Medea ihre gemeinsamen Kinder und die Nebenbuhlerin. Die Studierenden lesen diesen Stoff gegenwärtig. Wer trägt Schuld an dem tragischen Ende? Was sagt Medeas Tat über Macht, Liebe und Gewalt in Beziehungen? Die Inszenierung verzichtet auf moralische Urteile und versteht sich als offene Untersuchung menschlicher Verstrickungen.

„MEDEA 2.0“ schlägt einen Bogen von Euripides bis in die Gegenwart. Griechischer Chor, Tanz, klassisches Schauspiel und dokumentarische Elemente greifen ineinander. Biografische Erfahrungen der Spielenden fließen in die Arbeit ein. Wo beginnt emotionale Gewalt – und wo persönliche Verantwortung? Medea wird so zur Projektionsfläche für aktuelle Debatten über Frauenrollen und Dynamiken toxischer Beziehungen. Regie führt Rüdiger Pape, bekannt durch Inszenierungen an Theatern in Wien, Hamburg, Frankfurt, Köln. Seit Jahrzehnten steht Pape für ein Theater, das politische Fragen mit menschlicher Tiefe verbindet. Ihn interessiert an dieser Arbeit der Blick der jungen Spieler:innen auf den Mythos. Daraus entsteht eine lebendige Auseinandersetzung mit dem antiken Stoff.

„Voller Emotionen demonstriert MEDEA 2.0, wie eine Beziehung in toxische Muster kippen kann. Eindrucksvoll, spannend, innovativ.“ – General-Anzeiger Bonn, 07.02.2026

„Ausdrucksstarke und leidenschaftliche Performance, die manchem sicherlich einen Spiegel vorhält, wenn es um eigene Liebes- und Beziehungserfahrungen geht.“ – Bonner Rundschau, 10.02.2026


Mit: Emilie Berg, Katharina Isabel Donat, Merle Giebeler, Sarah Johanna Iserlohe, Mojtaba Izadizad, Mojo Joho, Justin Rohner, Johanna-Lucia von Dobbeler | Regie/Textfassung: Rüdiger Pape | Regieassistenz: Isabelle Amelie Fröhlich

Spielort
Orangerie Theater
Volksgartenstraße 25, 50677 Köln

Spieltermine
– Samstag, 11.04.2026, 20–21:30 Uhr
– Sonntag, 12.04.2026, 18–19:30 Uhr

Tickets
ab 19 €, Karten-Telefon: 0221/9522708 (Mo-Fr 09:00–16:00 Uhr)
Online-Reservierung: https://www.orangerie-theater.de

Bildmaterial im Anhang zur freien Verwendung:
01: Plakatmotiv (© Alanus Hochschule – Isabelle Amelie Fröhlich/Mojo Joho)
02 & 03: Szenen MEDEA 2.0 (© Alanus Hochschule – Benjamin Westhoff)

Quelle: www.alanus.edu

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